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21.04.2026
atomstopp & Anti-Atom-Komitee Freistadt: 40 Jahre nach Tschernobyl rückt Schulveranstaltung aktuelle Atomgefahren ins Zentrum
Anlässlich des 40. Jahrestages der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl laden das Anti-Atom-Komitee Freistadt und atomstopp_atomkraftfrei leben! 350 Schüler_innen zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein. Ziel ist es, die Lehren aus der Vergangenheit mit aktuellen Entwicklungen der Atompolitik zu verknüpfen.

Kurz vor dem 40. Tschernobyl-Gedenktag, dem 26.04. sind die Gefahren der Atomenergie für Österreich besonders brisant geworden. Kürzlich hat die tschechische Regierung verkündet, das Atomkraftwerk Dukovany statt der ursprünglich vorgesehenen 30 Jahre nun bis zu 80 Jahre in Betrieb halten zu wollen.
"Dukovany ist nur 31 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Die vier Reaktoren verfügen über kein modernes Containment und weisen damit sicherheitstechnische Parallelen zum Reaktor in Tschernobyl auf. Bei einem Super-GAU in Dukovany sind - abhängig von der Windrichtung - auch große Gebiete in Österreich zu evakuieren", warnt Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben!
Die Schüler_innen haben die Möglichkeit, mit zwei ausgewiesenen Expert_innen zu sprechen: Helga Kromp-Kolb, emeritierte Universitätsprofessorin für Meteorologie und Klimatologie ist international eine der prägendsten Stimmen in der Klimaforschung. Sie berichtet als Zeitzeugin über die Lage nach Tschernobyl in Österreich und zeigt auf, warum Atomenergie für die Energiewende nicht relevant sein kann. Der Physiker Markus Drapalik arbeitet am Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften der BOKU Wien mit Schwerpunkt auf Kernkraftsicherheit und Strahlenschutz. Er zeigt auf, warum Atomkraftwerke keine gute Alternative zu Erneuerbaren Energien sind.
"Gerade 40 Jahre nach Tschernobyl ist es uns ein zentrales Anliegen, junge Menschen nicht nur über die historischen Ereignisse zu informieren, sondern ihnen auch ein Verständnis für aktuelle Risiken und den hohen Preis der Atomenergie zu vermitteln", ergänzt Gerold Wagner, Projektverantwortlicher beim Anti-Atom-Komitee Freistadt.
Die Veranstaltung findet am 23. April 2026, 10:30-13:00 Uhr im Salzhof Freistadt statt. Sie wird vom Anti-Atom-Komitee Freistadt gemeinsam mit atomstopp_atomkraftfrei leben! organisiert und durch die Anti-Atom-Offensive des Landes Oberösterreich ermöglicht.
Rückfragen & Kontakt:
Herbert Stoiber, atomstopp_atomkraftfrei leben!
+43 681 / 10 42 92 51